Das Schreib ABC (A & B)

Meine liebe Autorenkollegin Hanna Nolden rief vor zwei Wochen die Aktion #hannasschreibabc ins Leben. Ich hinke etwas hinterher, doch möchte ich sehr gerne mich noch einreihen und mitmachen.
Jeden Donnerstag schnappt sie sich einen Buchstaben, sucht sich ein Wort aus und schreibt etwas dazu. Jeder der Lust hat, kann mitmachen. Entweder mit demselben Wort oder mit einem eigenen.
Bei mir hat natürlich alles etwas mit dem Schreiben zu tun 😉

A wie Anfang

Einfach mal machen.
Tu es oder tu es nicht – es gibt kein Versuchen.
So einfach ist es nicht? Hmm, das kommt auf den Blickwinkel an, aber was bringt es uns, wenn wir immer nur über etwas reden, uns hineindenken, aber es nie in Angriff nehmen? Dabei kann ein Anfang etwas Befreiendes haben. Ob der Anfang dann auch ein befriedigendes Ende haben wird, ist nicht garantiert. Das ist es nie. Aber alleine etwas in Angriff genommen zu haben, den ersten Schritt in ein neues Abenteuer gewagt zu haben, ist es wert.
Es ist schon lange her, da habe ich Gedichte geschrieben, die mir aber nicht mehr ausgereicht haben, um das zu erzählen, was in meinem Kopf herumschwirrte. So startete ich meinen Weg mit Kurzgeschichten. Doch auch diese reichten nicht mehr aus – ich wollte mehr. Sah einen Berg, durch den ein riesiger Fluss floss und eine Welt in zwei teilte. Ich hörte Gesang von fremden Wesen und Feuer gegen Wasser kämpfen und ich sah diese zwei Kriegerinnen und glaubte nicht, dass ich dieser Geschichte gewachsen war. Ich hab‘s trotzdem getan. Mein erster Roman entstand. Und so ging es weiter. Bei jeder Geschichte war ich mir unsicher, ob ich es schaffen würde, das zu schreiben, was mich da im Kopf und Bauch so verrückt machte – aber ich hab einfach angefangen. Wort für Wort. Satz für Satz. Dann – diese ewig wachsende Idee eines romantischen Abenteuerromans (ohne Fantastik). »So was kann ich nicht«, dachte ich mir und dann hab ich‘s einfach getan. Und siehe da – ich kann‘s ja doch.
Einfach mal anfangen – könnte ja gut werden!

B wie BetaleserInnen & BrainstormpartnerInnen

Was wäre ich ohne sie?
Was wäre ich ohne die Vertrauten, denen ich meine gruseligen Rohfassungen mit zitternden Händen und zugepressten Augen entgegenhalte?
Durch sie werden so viele Ecken rund und versteckte Löcher gestopft, Kommas gesetzt (jup, ich kann‘s einfach nicht) und verknotete Sätze befreit. Knallhart mit ehrlicher Kritik, hilfreichen Tipps und Mutmachknuddlern.
Ja, Betalesungen sind Augenöffner. Sie können Tränen hervorbringen, aber vor allem können sie eins: Geschichten zu dem machen, was sie später sind.

Rückblick und Ausblick

Im vergangenen Schreibjahr jagte zwar kein Highlight das nächste und doch war 2021 intensiv und emotional.
Meinen dystopisch angehauchten Roman Azurum konnte ich wie geplant beenden. Ob ich mit dem Skript an eine Agentur gehe oder doch lieber direkt auf Verlagssuche, ist noch offen. Aktuell wartet der blaue Roman erstmal auf die letzte Überarbeitung, nachdem meine fleißige Betaleserin ihn genau unter die Lupe genommen hat.
Was ist noch so geschehen?

Im Sommer erhielt ich die Chance, eine Novelle zu einem phantastischen Universum beizusteuern. So begab mich auf den Pfad der Kolibris. Doch das Schreiben erwies sich als äußerst schwerfällig, und zwar so sehr, dass ich Abstand benötigte. Abstand zum Skript. Diese notwendige Distanz brachte mir dann der NaNoWriMo. Das erste Mal war ich bereit, den Novemberschreibmarathon mitzumachen. Und es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, denn ich begann die Rohfassung eines Romans, der mir schon so lange im Kopf herumschwirrte. Ich nutzte die Chance und ging abseits meiner Wege. Fort von der Phantastik. Tja, nun fragt ihr euch, was, wenn nicht Fantasy? Und ich habe keine Ahnung, wie ich euch diese Frage beantworten kann. Vielleicht ist es eine Mischung aus Love & Landscape plus Thrill. Geschichten in Kategorien einzuordnen ist eine meiner größten Schwächen.

Ansonsten hoppelte da noch das ein oder andere Plotbunny mir über den Weg. Irgendwas mit Schnee und Eis und Zwillingen und so … 😉

Ausblick

Ich habe dieses Jahr tatsächlich ziemlich genaue Ziele und diese beinhalten nicht nur das Beenden eines Projektes, wie im vergangenem.

Die letzte Überarbeitung von Azurum steht an und damit auch die Entscheidung, was ich mit dem blauen Roman machen werde. Agentur? Kleinverlag? Oder etwas anderes? Was es schlussendlich sein wird, beschließe ich bei oder nach der bevorstehenden und Überarbeitung. Die Story wurde noch einmal in die Mangel genommen und ich werde bald tief einatmen und all die Kommentare durchgehen.

Des Weiteren und ganz oben auf der Liste, steht meine Kolibri-Novelle, die ich zu einem phantastischen Universum beisteuern darf. Der Abstand zum angefangenen Skript hat gut getan und neuen Begeisterung geweckt.

Das NaNo Projekt (Mantamädchen) muss dafür erst einmal ruhen. Jedoch werde ich das angefangene Kapitel zu Ende bringen und dann erst das Skript zur Seite schieben.

Und irgendwann – ich hoffe bald – klopfen die Engel an meine Türe.
Die Neuauflage von Dastan wird mir noch mal ordentlich Arbeit bescheren, aber dann dürfen sie endlich wieder fliegen – im neuen Gewand mit neuer Energie und hoffentlich zu euch 😉

Rückblick und Aussicht

NaNoWriMo
Tja, da ist er schon vorbei, der November, der NoNoWriMo. Zack und weg. Aber nein, so einfach ist das nicht. Der nano war für mich ja nur ein Anfang. Gewonnen habe ich nicht oder doch? Ich habe das offizielle Ziel von 50.000 Wörtern nicht erreicht. Ebenso wenig meine eigenen angepeilten Wortzahlen. Aber das ist völlig in Ordnung, denn dieser Schreibmonat hat mir ein großes Geschenk gemacht: Mein Mantamädchen. Noch gibt es keine abgeschlossene Rohfassung, noch ist es in Bearbeitung, aber ich weiß, dass ich ohne den Schreibmonat keinesfalls so weit gekommen wäre. Im Gegenteil, ich hätte diese Geschichte ja nicht einmal in Angriff genommen. Also von dem her gesehen, bin ich eine Gewinnerin.

Mantamädchen
Auch nach so vielen Seiten fühlt es sich seltsam an, dass gewohnte Genre zu verlassen und etwas völlig anderes zu schreiben. Das Thema Liebe viel intensiver einzubinden und ein Geheimnis nach und nach aufzudecken, dass einen eiskalten Schauer über den Rücken jagt und so rein gar nichts fantastisches oder dystopisches an sich hat. Das macht auch weiterhin den Reiz aus. Ich erwische mich dabei, wie meine Gedanken vom Wege abkommen und die Story mit ein bisschen Magie bepudern möchten. Gerade was die Unterwasserwelt betrifft, ist es eine Herausforderung, es nicht zu tun. Dann frage ich mich immer mal wieder, ob die Geschichte um Nola nicht zu langweilig ist.
Mittlerweile glaube ich, dass ich es einfach nicht gewohnt bin meine Protagonisten nicht von einem Drama ins nächste zu stürzen. Vielleicht freuen sich ja dann die Leser*innen, die sich schon beschwert haben, dass es keine Luftholpausen bei mir gibt.

Kolibris
Im nächsten Jahr rückt wieder ein anderes Skript in den Fokus. Ich werde mich eine Weile von der Sommergeschichte trennen, um in herbstlichere Gefilde einzutauchen. Meine fantastische Novelle wartet darauf, beendet zu werden. Und ja, ich freue mich sehr, wieder in fremde Welten abzutauchen.

Wenn ich Zeit hätte, dann würde ich auch …

Eine ganz interessante Frage stellt sich beim heutigen #autor_innensonntag:
Wie reagiert mein Umfeld auf mein Autorinnendasein? .Ich muss ehrlich sagen, dass ich unglaublich froh bin, so gut wie keine negativen Erfahrungen damit gemacht zu haben. Die meisten Reaktionen waren bisher positiv, interessiert.
Meine Familie kann sich vermutlich nicht mehr an die Zeit erinnern, in der ich nicht geschrieben habe. Mein Mann hat mich schon als Schreibende kennengelernt und die Entstehung meines ersten Romans begleitet. Auch mein engster Freundeskreis weiß natürlich, was ich da tue. Einige versuchen, mich auch zu supporten, wenn es ihnen möglich ist.

Manche von ihnen müssen als Testleser herhalten und die engsten unter ihnen müssen sich damit abfinden, dass sie ein Teil des Schreibens sind, denn ohne sie würde ich keinen Finger mehr rühren. Natürlich erlebe ich auch Dinge, die mich ärgern. Es sind Fragen und Aussagen, die schmerzen:

»Wenn ich Zeit hätte, dann würde ich auch mal einen Roman schreiben.«
»Wenn man Zeit dafür hat … bitte.«
Immer wieder kommt das Thema »Zeit« auf. Leute, aufgepasst: Ich habe keine Zeit dafür -→ ich nehme sie mir! Und das ist alles andere als einfach. Und wenn ich es tute, bleiben andere Dinge auf der Strecke, für die ihr euch Zeit nehmt.


»Ach ich hätte da einige Ideen für ein Buch …«
Tja, dann schreib doch, ist doch total easypeasy! Von wegen! Manchmal ist Schreiben einfach nur verdammt harte Arbeit und das Wissen die meisten einfach nicht und manchmal machts auch gar nicht so viel Spaß … Aber das ist ein anders Thema.


Es gab auch mal eine Zeit, in der traf ich in meinem Umfeld auf Unverständnis, wenn ich mal einen Party- oder Ausgehabend ablehnte, weil ich so intensiv im Skript vertieft war. Aber ok, mittlerweile kann ich das auch verstehen. Es ist nicht so normal das man mit ungefähr 18 oder 19 Jahren lieber mal zu Hause an einer Geschichte schreibt, als mit Freunden on Tour geht.
Aber im Großen und Ganzen habe ich positive Erfahrungen gemacht mit den Reaktionen in meinem Umfeld.

10 Tage NaNoWriMo

Es war eine relativ spontane Entscheidung, beim NaNo 21 mitzumachen. Doch so spontan sie auch war, so gut war sie auch. Ich bin froh, dass ich dieses Schreibevent mitmache und mir dafür meine eigenen Ziele gesetzt habe. Denn auch, wenn es für mich sehr gut läuft, ist die Zielsetzung von 50.000 Wörter in einem Monat völlig utopisch – für mich. Ich setzte mir also das eigene Ziel mit der Hälfte der Wörter.
Mit einer »gebastelten« Tabelle habe ich täglich einen perfekten Überblick über meine geschriebenen Wörter und nicht nur meine 25.000 sondern auch die 50.000. Sie sind zwar nicht als Ziel markiert, trotzdem kann ich sehen, wie weit ich gekommen wäre wenn …

Seit dem ersten November konnte ich, abgesehen von einem einzigen, jeden Tag schreiben. Die Wortzahlen waren unterschiedlich, doch meistens konnte ich täglich die 1k knacken. Doch auch, wenn es nur paar hundert Wörter sind, die ich zu Papier bzw. zur Datei bringe, sind es Worte, die mich voranbringen und mich motivieren. Zudem schreibe ich in einem »fremden« Genre.
In meinem Mantamädchen gibt es keine fantastischen Elemente.
Dafür gibt es viel Liebe und Leidenschaft (auf verschiedene Art und Weise), Dramatik und auch ein paar intensive Spannungs- und Gänsehautmomente.

Textschnipsel aus dem NaNoSkript:

Nano Zusammenfassung
1 – 10 Tag

Wörter: 9.837
Seiten: ca. 40
Prozent: 39%

Hauptberuflich schreiben, aber wie?

Thema: Hauptberuflich schreiben.
Das ist die Frage am heutigen #autor_innensonntag.

Auf dem Bild seht ihr mich in meinem Arbeits- bzw. Schreibzimmer. Hier entstehen viele Geschichten, manche davon schaffen es vielleicht ganz, ganz weit, andere aber, werden ungelesen in der »Schublade« verschwinden. Keine davon wird mich reich machen, aber alle davon bereichern mich, denn sie sind ein Teil von mir. Ja, in diesem Zimmer entwickeln sich Träume, Plane ich Ziele und gehe meine Wege & hinterlasse Spuren.

Schreiben als Hauptberuf, aber wie … Tja, leider gar nicht. Zumindest nicht mit meinem aktuellen Leben und dem gegenwärtigen Ansehen kreativer Berufe.
Natürlich würde ich unglaublich gerne vom Schreiben leben, doch es ist kein Ziel, es ist und bleibt ein Traum, ein Traum, den ich mir aktuell nicht erfüllen kann. Und das ist auch in Ordnung so. Vielleicht wäre ich sogar gut genug dafür, aber ich bin nicht bereit für so viele Dinge, die ich dafür aufgeben und gleichzeitig auch tun muss. Ich kenne ein paar tolle Autorinnen, die es geschafft haben diesen Traum zu leben, aber daher weiß ich auch, wie hart das Geschäft ist und dass da Wege gegangen werden müssen, zu denen ich einfach nicht bereit bin. Ich habe große Angst (würde ich es schaffen), dann den Spaß am Schreiben zu verlieren. Mein Ziel und mein Weg ist es Bücher zu schreiben und sie zu veröffentlichen, mich bekannter zu machen. Ich möchte, dass viele Leserinnen wissen, wer oder was die Federspuren sind und sie lieben. Ja, das ist meine Aufgabe. Menschen für meine Geschichten zu begeistern, über mich hinauszuwachsen, mich neu zu erfinden, nie auszulernen und weiterhin mit Herzblut voranzugehen. Ja, auch das ist verdammt viel Arbeit. Es ist nicht nur ein Hobby. Es ist meine Berufung – nein, es ist mein Job, auch wenn ich nicht davon Leben kann.

Nein, ich habe keine Tipps für das hauptberufliches Schreiben. Ich habe Tipps für alle, die so sind wie ich: Lasst euch die Liebe und die Leidenschaft nicht nehmen, nur weil ihr nicht vom Schreiben leben könnt – dass erreichen nur sehr wenige. Schreibt weiter, schreibt, weil ihr es liebt, denn auch das nebenberufliche Schreiben (ob veröffentlicht oder nicht) es ist harte Arbeit und alles andere als die Vorstellung eines romantischen schöpferischen Daseins.

Happy Halloween – Geschichten zum Gruseln

Schon in der Schulzeit hat mich Halloween immer begeistert. Damals machten wir Halloweenübernachtungspartys und sahen heimlich Horrorfilme. Von den Filmen lasse ich mittlerweile die Hände (meine Nerven sind zu schwach geworden), dafür aber schreibe ich gerne gruselige Kurzgeschichten.
In welche Bücher ihr eure Nasen stecken müsst, um sie zu lesen, seht ihr auf dem zweiten Bild (rüberwischen). Seit ich selbst Mama bin und meine Kids die Begeisterung teilen, macht mir das Fest (das übrigens nicht aus Amerika stammt, sondern aus Irland) noch mehr Spaß. Hier wird geschmückt, dekoriert und Grusellieder gehört. Und wenn nicht gerade Corona reincrashed wird mit Kids & Freunden gefeiert und »Süßes sonst gibts Saueres« gespielt.

Textschnipsel aus meinen Gruselgeschichten:
Er weint und bittet mich stumm, ihn gehen zu lassen. Es scheint, als würde er wissen, was geschieht, wenn ich seinen Traum genommen und den Incubus verpflanzt habe.
So etwas wie Mitleid kenne ich nicht. (Die Maske des Gargoyles / Art Skript Phantastik Verlag)

»Es endete in einem abgehackten Quieken, wie bei einem Schwein, das unter dem Beil gelandet war. Nur kurze Zeit danach kam Barladur aus dem Zelt. In seiner linken Hand hielt er einen silbernen, blutverschmierten Dolch. Er trat auf Simon zu und drückte ihm zwei große Jutesäcke in die Arme […] (Erlösung / Burgenweltverlag)

In dieser Nacht vermählte sich blutiges Verlangen mit lang gehegter Vergeltung. Ab heute herrschten sie als Einheit – als etwas, dass niemand aufhalten konnte. Noch immer lächelnd wandte sich das Wesen der Dunkelheit um und verschwand im verschneiten Forst, wo das Licht der Fackel langsam verging. (Die Hexe von Crumbach, Novelle / O´Connell Press

Mein NaNoRoman und das Setting

✏️ Mein NaNo-Roman 2021

… spielt auf den Malediven.

Genauer gesagt: Auf einer kleinen Insel im
Norden des Ari Atolls im Indischen Ozean.
Und ganz genau gesagt, spielt die Geschichte
Auf und rund um die kleine Insel Velidhoo.Auf dem Bild seht ihr mich genau auf dieser Insel sitzen. Damals (2012) schrieb ich noch Textideen für meine Engel auf. Doch ich wusste ganz genau, irgendwann werde ich einen Roman schreiben, der auf den Malediven spielt, vielleicht sogar auf dieser Insel. Spätestens, als ich das große Glück hatte, mit meinen Lieblingstieren – den Mantarochen – im Meer zu schwimmen, war mir klar, dass diese bezaubernden Wesen ein Teil davon sein müssen. Und ich sah schon damals ein Mädchen vor mir. Ein noch sehr junges Mädchen, das sich dem Meer aufgrund eines dunklen Geheimnisses verbundener fühlt als den Menschen.

Meine Versuche Kurzgeschichten zu schreiben, in denen Teufelsrochen eine große Rolle spielen – schlugen fehl und ich merkte irgendwann, dass es daran lag, dass ich wie versessen versucht habe große fantastische und magische Aspekte mit reinzupacken. Ich bin Fantasyautorin, rief ich mir selbst in Gedanken unentwegt zu. Ja, das bin ich auch, aber ich kann auch anders.
Und endlich – endlich bin ich nicht nur bereit diese Geschichte zu schreiben, sondern auch meinen selbstausgesetzten Stempel abzuschütteln.
Mehr Drama Baby! Nicht ohne Fantasie aber ohne Fantasy.

Meine Zweifel und ich

Also das mit den Zweifeln ist eine meiner besten Übungen.

Es ist genau das, was mich am meisten ausbremst und stolpern lässt. Und diese Zweifel kommen auch mal angesaust, wenn es gerade so richtig gut läuft. Die lauern in den Schatten, in jeder verdammten Ecke, sogar hinter den Bäumen und Hecken, wenn die Sonne scheint.

Ich hab keine Chance. Und manchmal habe ich das Gefühl ich würde sie anschreien:
„Los kommt her, ich hab doch nur auf euch gewartet!“

Ein regelmäßiges Thema zwischen Rowena und mir und immer wieder bei Schreibbuddygesprächen. Irgendwie stets präsent.
Ich meine, es ist vermutlich auch nicht gerade so toll, wenn man sich selbst ununterbrochen Lobt und erzählt / schriebt, wie toll man doch ist.

Aber hey, so ein gesunder Mittelweg wäre doch nicht schlecht oder?

Vor einigen Monaten bin ich durch Zufall im Netz über das „Hochstapler – Syndrom“ oder auch „Impostor-Syndro“  gestolpert.


Kurzerklärung:
„Es ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Betroffene von massiven Selbstzweifeln hinsichtlich eigener Fähigkeiten, Leistungen und Erfolge geplagt werden und unfähig sind, ihre persönlichen Erfolge zu internalisieren.“ (Quelle: Wikipedia)


Ich habe mich da tatsächlich wiedergefunden. Vor ein paar Wochen, hat mir dann eine Freundin, die auch dem Schreiben verfallen ist, ihre Ängste und Zweifel geplagt. Als ich ihr dann erklärte, an was wir beide wohl leiden würden, konnten wir wieder lachen. Zusammen ist man halt weniger allein.

Und wie uns, so geht es vielen und daher finde ich es noch viel, viel wichtiger, dass wir AutorInnen uns nicht als Kontrahenten sehen, sondern uns unterstützen, uns miteinander und füreinander freuen.

Lasst uns die schXX Zweifel gemeinsam bewältigen.

Eure Feder

NaNoWriMo – Ich bin dabei

Eines der ersten Dinge, von denen ich gelesen und gehört habe, als ich in mein intensives Autorinnenleben eintauchte, war der NaNoWriMo (Abkürzung: NaNo). Die Idee dieser »Challenge« faszinierte mich und gleichzeitig war mir klar: Das schaffst du nie im Leben. Denk nicht mal drüber nach. Und Jahr für Jahr hatte ich weitere »Ausreden« nicht teilzunehmen. Entweder war es die fehlende Zeit, oder ich steckte mitten in einem – ach so wichtigen Skript. Hätte ich damals schon darüber nachgedacht, den NaNo so zu nutzen, wie es für mich gut ist, hätte ich vielleicht schon viel früher im November in die Tasten gehauen.

Doch was ist überhaupt der NaNoWriMo?

»NaNoWriMo« steht für »National Novel Writing Month«, also
“Nationaler Roman Schreibe Monat”, obwohl er alles anders als national geblieben ist. Der NaNo ist nämlich eine weltweit bekannte und beliebte Herausforderung für Schreibende.

Jedes Jahr im November starten hunderttausende AutorInnen den Versuch, innerhalb von 30 Tagen ein Buch mit 50.000 Wörtern zu schreiben. Das Ziel des NaNos ist es also, am Ende des Monats einen ersten Romanentwurf in den Händen zu halten. Bleibt man strikt bei den vorgegebenen Wortzahlen, dann müssen im Schnitt pro Tag 1.667 Wörter getippt werden. Hört sich viel an? Jap, ist es auch. Insbesondere für mich. Ich schaffe es ja nicht mal kontinuierlich jeden Tag zu schreiben. Die Gründe zähle ich ein anderes Mal auf 😉

Worum es eigentlich geht.

Aber es geht beim NaNoWriMo auch nicht darum einen qualitativ hochwertigen Roman zu schreiben, sondern es geht ums Schreiben selbst. Um die Motivation, Kreativität ohne Perfektionismus.
Kopf leer schreiben – Platz für Neues schaffen.
Es ist egal, ob ich die eigentlichen 50.000 in Angriff nehme oder ein abgespecktes, für mich mögliches Ziel.
Ich nehme die 50.000 – nicht! Denn ich bin realistisch – das schaffe ich nicht.
Aber ich werde andere Ziele erreichen.

Das starre Gerüst von »Einen 50.000 Wörter Roman in 30 Tagen« gibt es nicht mehr. Alles hat sich aufgelockert und man kann den NaNo so nutzen, wie es für einen selbst nützlich ist.
Ob man ein Sachbuch schreiben möchte, eine große Überarbeitung in Angriff nimmt oder auch Blogcontent verfasst.

Wie ich den NaNo für mich nutze.

Ich arbeite weiterhin in Papyrus Autor
Ich habe meine eigene Tabelle ausgearbeitet. (NaNo Rebell)
Dort habe ich mir 50.000 Wörter, sowie eine geringere Wortzahl als Ziel gesetzt. Bei beiden Wortzielzahlen sehe ich ab November, wie viel Prozent ich erreiche.

Ich nutze den NaNoWriMo, um meinen neuen Roman (der etwas ganz Besonderes für mich ist) zu schreiben.
Ich nutze den NaNo, um den Kopf frei zu bekommen. Möchte Luft holen von dem, was ich aktuell schreibe. Leider habe ich gemerkt, dass ich mich selbst blockiere. Diese Blockade muss bröckeln. Ich brauche die Leichtigkeit des Schreibens, um weiterzumachen.
Ich nutze den NaNo, um mir selbst zu zeigen was ich kann, wenn ich den Kopf mal »zwangsweise« ausschalte und nicht über jeden Satz X mal nachdenke.
Ich nutze den NaNo, um mich zu zwingen, regelmäßig zu schreiben.

Ich könnte jetzt noch so viel mehr zum NaNo schreiben, aber das folgt dann in einem weiteren Beitrag.

Eure Feder