NaNoWriMo – Ich bin dabei

Eines der ersten Dinge, von denen ich gelesen und gehört habe, als ich in mein intensives Autorinnenleben eintauchte, war der NaNoWriMo (Abkürzung: NaNo). Die Idee dieser »Challenge« faszinierte mich und gleichzeitig war mir klar: Das schaffst du nie im Leben. Denk nicht mal drüber nach. Und Jahr für Jahr hatte ich weitere »Ausreden« nicht teilzunehmen. Entweder war es die fehlende Zeit, oder ich steckte mitten in einem – ach so wichtigen Skript. Hätte ich damals schon darüber nachgedacht, den NaNo so zu nutzen, wie es für mich gut ist, hätte ich vielleicht schon viel früher im November in die Tasten gehauen.

Doch was ist überhaupt der NaNoWriMo?

»NaNoWriMo« steht für »National Novel Writing Month«, also
“Nationaler Roman Schreibe Monat”, obwohl er alles anders als national geblieben ist. Der NaNo ist nämlich eine weltweit bekannte und beliebte Herausforderung für Schreibende.

Jedes Jahr im November starten hunderttausende AutorInnen den Versuch, innerhalb von 30 Tagen ein Buch mit 50.000 Wörtern zu schreiben. Das Ziel des NaNos ist es also, am Ende des Monats einen ersten Romanentwurf in den Händen zu halten. Bleibt man strikt bei den vorgegebenen Wortzahlen, dann müssen im Schnitt pro Tag 1.667 Wörter getippt werden. Hört sich viel an? Jap, ist es auch. Insbesondere für mich. Ich schaffe es ja nicht mal kontinuierlich jeden Tag zu schreiben. Die Gründe zähle ich ein anderes Mal auf 😉

Worum es eigentlich geht.

Aber es geht beim NaNoWriMo auch nicht darum einen qualitativ hochwertigen Roman zu schreiben, sondern es geht ums Schreiben selbst. Um die Motivation, Kreativität ohne Perfektionismus.
Kopf leer schreiben – Platz für Neues schaffen.
Es ist egal, ob ich die eigentlichen 50.000 in Angriff nehme oder ein abgespecktes, für mich mögliches Ziel.
Ich nehme die 50.000 – nicht! Denn ich bin realistisch – das schaffe ich nicht.
Aber ich werde andere Ziele erreichen.

Das starre Gerüst von »Einen 50.000 Wörter Roman in 30 Tagen« gibt es nicht mehr. Alles hat sich aufgelockert und man kann den NaNo so nutzen, wie es für einen selbst nützlich ist.
Ob man ein Sachbuch schreiben möchte, eine große Überarbeitung in Angriff nimmt oder auch Blogcontent verfasst.

Wie ich den NaNo für mich nutze.

Ich arbeite weiterhin in Papyrus Autor
Ich habe meine eigene Tabelle ausgearbeitet. (NaNo Rebell)
Dort habe ich mir 50.000 Wörter, sowie eine geringere Wortzahl als Ziel gesetzt. Bei beiden Wortzielzahlen sehe ich ab November, wie viel Prozent ich erreiche.

Ich nutze den NaNoWriMo, um meinen neuen Roman (der etwas ganz Besonderes für mich ist) zu schreiben.
Ich nutze den NaNo, um den Kopf frei zu bekommen. Möchte Luft holen von dem, was ich aktuell schreibe. Leider habe ich gemerkt, dass ich mich selbst blockiere. Diese Blockade muss bröckeln. Ich brauche die Leichtigkeit des Schreibens, um weiterzumachen.
Ich nutze den NaNo, um mir selbst zu zeigen was ich kann, wenn ich den Kopf mal »zwangsweise« ausschalte und nicht über jeden Satz X mal nachdenke.
Ich nutze den NaNo, um mich zu zwingen, regelmäßig zu schreiben.

Ich könnte jetzt noch so viel mehr zum NaNo schreiben, aber das folgt dann in einem weiteren Beitrag.

Eure Feder

Vom Vermissen & neuer Vorfreude und den Dingen, die gar nicht so schlecht waren

2019 – im Oktober vor der Pandemie, besuchte ich das letzte Mal ein Literaturevent.
Erst empfand ich die fehlenden Treffen als traurig, aber nicht dramatisch, denn ich hatte die Vorstellung, dass es schon bald weitergehen würde. Doch als es dann in die zweite Runde ansteuerte, musste ich schon schlucken. Mittlerweile fehlen sie mir alle – diese kreativen Menschen um mich herum.


Egal ob es die sind, mit denen ich ausgiebig quatsche, die für die nur ein Drücker bleibt, weil die Lesepanels oder Verabredungen dazwischen grätschen, oder die, mit denen neue Pläne geschmiedet werden. Ja verdammt, ich brauche diesen persönlichen Kontakt zu anderen AutorInnen und VerlegerInnen und all den anderen tollen Buchmenschen da draußen. Zusammen ist man doch weniger allein, findet ihr nicht auch?

Kleiner Rückblick zum letzten BuCon: Ich saß mit Fräulein Spiegel, Napolde & Rowena De Monti zusammen. Wir redeten über die Dunkelziffern, über neue und alte Projekte und über meine Engel – über eine gewünschte Wiedergeburt. Und da sprudelten Ideen, was man machen könnte, und gewisse Popotritte kamen da bei mir an. Mittlerweile haben Dastan & Co. tatsächlich ein neues Zuhause gefunden. Ja, sie dürfen wieder fliegen und ihr könnt sie bald dabei begleiten.
Das gegenseitige Pushen, Mutmachen & einfach das Teilen unserer Leidenschaft – es fehlt. Zurück zum Con: Ich erinnere mich daran, dass ich auf »Die Hexe von Crumbach« angesprochen wurde und Exemplare verkaufte. Ich erinnere mich an das Klönen mit Autorin Sarah König und Ann Kathrin Karschnik, als sie ihren BuCon Preis in Empfang genommen hatte. Erinnerungen. Schöne noch dazu, aber ich will doch neue Erinnerungen sammeln. Es wird Zeit. Sogar meine gesammelten Bilder sind veraltet, wie man auf dem Bild hier sieht.

Und doch hat die Pandemie und das dadurch intensivere Netzwerken seine guten Seiten und gute Auswirkungen mitgebracht. Ich entdeckte für mich das Coworking (Privat per Chat oder per Livestream auf Plattformen). Mehr Zeit zum Schreiben hatte ich dank Lockdown, Kitadown und Homeschooling zwar nicht, aber die Zeit, die mir blieb, nutzte ich besser als zuvor. Zudem machte ich mir viele Gedanken und merkte schließlich, dass ich etwas Bestimmtes gar nicht benötige, um zu schreiben, gut zu sein und mein Autorinnenleben zu leben.

Große Freude dann am gestrigen Vormittag:
Hotelreservierung für Leipzig – check!
Es geht also erstmals auf die schon lang gewünschte Leipziger Buchmesse.
Ich freue mich nun wahnsinnig auf März und werde das nicht beschwatzen, ob sie vielleicht nicht stattfinden wird. Sie wird stattfinden – Ende der Diskussion. 🙂

Eure Feder

Autor_innensonntag: Welches Skript würdest du noch einmal schreiben?

»Mein Erstes!«, platze es aus meinen Gedanken heraus, als ich diese Frage las. Selbstverständlich würde ich den Elementenroman noch einmal schreiben, denn in all den Jahren die seither vergangen sind, hat sich mein Schreiben verändert, ich habe mich verändert. Sehr sogar.

Ich bin besser geworden in dem, was ich da tue. Viele Jahre Schreibübung und Schreibroutine bringen das mit sich. Das Neuschreiben des Highfantasyromans habe ich sogar schon einmal versucht. Doch ein über 300 NS dickes Skript neu zu schreiben ist eine große Herausforderung. Viel mehr, als ein neues Romanskript, mit allem, was dazugehört, zu starten. Ich glaube, ich hatte nach nicht mal mehr als 100 Seiten die Schnauze voll. Die Geschichte ist richtig gut, dass weiß ich, aber sie liegt nunmal in meinen Anfangszeiten des Autorinnendaseins und die liegen mittlerweile weit hinter mir.
Sogar bei meinem Debüt von 2015, das in diesem Jahr noch einmal neu aufgelegt wird, war ich am Überlegen, einen Feinschliff anzugehen. Doch hatte ich Bedenken, dass ich es »verschlimmbessere«. Dastan war bei fast allen LeserInnen sehr beliebt und ich bin überzeugt, dass er auch nochmal für Lesevergnügen sorgen wird – aber genau so, wie er ist! (Außer der Verlag gibt Änderungswünsche durch 😉 ) ich werde vermutlich in einigen Jahren auch über mein Azurum so sprechen. Denn das Schreiben ist ein nicht endenwollender Lern- und Veränderungsprozess und das soll es auch bleiben.
Fazit: Es gibt kein Skript, dass ich noch einmal schreiben würde. Ich möchte meine Zeit nutzen, um Neues zu erschaffen.

Die Engel dürfen wieder fliegen

Es fühlt sich an wie ein kleiner Neustart. Oder eher wie Anlaufnehmen vor dem Sprung.
Ich habe in den letzten langen Monaten sehr viel gezweifelt und mich gefragt: Wozu überhaupt? Wer will mich schon lesen? Gleichzeitig stellte ich mir aber auch die Frage: Was will ich eigentlich? Wo soll das Schreiben mich eigentlich hinführen?
Eigentlich weiß ich das schon lange, doch sind meine Träume und Wünsche utopisch? Aber die Zeit in der ich geschrieben habe, weil es mir Spaß gemacht hat und ich meine Geschichten „nur“ auf Papier bringen wollte, sind einfach vorbei. Ich will schreiben, ja, aber ich will auch gelesen werden!

Und wenn man das will, reicht es nicht nur zu schreiben, man muss jede Menge mehr dafür tun und dazu gehört, was mich betritt, auch eine ordentliche Portion Mut. »Einfach mal machen, könnte ja gut werden«. Dieser Spruch steht auf einer Karte in meinem Schreibzimmer und es stimmt. Nach Absagen für Kurzgeschichten und einer sehr mitfühlenden und Absage für ein anderes Projekt nahm ich tatsächlich den Mut zusammen, schickte noch einmal mein Exposé und die Leseprobe los. Was dabei rausgekommen ist, sehr ihr auf dem Bild 😉

Doch um was geht es hier eigentlich?
Vom Verlag aus, hätte ich schon früher etwas sagen können, ich wollte jedoch warten und platze jetzt endlich raus damit:

Meine rebellischen Schutzengel wagen gemeinsam mit dem Amrun Verlag und mir einen kompletten Neustart. Jaha! Dastan (Neuer Titel noch nicht feststehend) wird neu aufgelegt und noch in diesem Jahr im neuen Gewand auf euch losgelassen werden. Wer kann sich noch an den verpeilten Edmund erinnern? Wer an die Welt des Nihilis und wer von euch ist auch ein Fan von Snapz und Ethan? Und wer würde zu gerne mal mit Dastan ein Misty Cloud trinken?
Und wer von euch kennt die Geschichte rund um die Engeldatei noch nicht und möchte sie gerne kennenlernen?

Ich freue mich auf jeden fall tierisch auf die Wiederbelebung und die Zusammenarbeit mit dem Amrun Verlag

Und wie geht es jetzt mit dem Schreiben weiter?

Das fertige Azurum-Manuskript ist in der Testlesephase einer Betaleserin. Das Exposé ist so weit fertig und wartet nach dem Feedback des Skripts noch auf den Feinschliff. Und dann?
Das könnt ihr im Social Media Post (Insta und FB) nachlesen. Ich habe das Thema des Autorensonntags aufgegriffen und über »meinen Weg zur Agentur« geschrieben.

HIer geht es zum Post: https://www.instagram.com/p/CRw2CdVrGLC/?utm_source=ig_web_copy_link

Ansonsten beginne ich gerade mit einer märchenhaft, düsteren Novelle. Ich freue mich so sehr, diese Geschichte zu schreiben. Der anfängliche Wunsch, eine Geschichte in dieser Welt spielen zu lassen wurde ziemlich spontan zu etwas Ernstem und zu einer Herausforderung, die ich nur zu gerne annehme.

Eure Feder

Autor_innensonntag: Gemeinsam schreiben


Das Schreiben hat den Ruf ein einsames Hobby / ein einsamer Beruf zu sein.
Ja, ich bin beim Schreiben allein, aber einsam? Einsam bin ich nicht. Nicht mehr…
Ich muss gestehen, dass ich mich eine lange Zeit einsam gefühlt habe. Das hatte verschiedene Gründe, doch zum Glück ist die Phase vorbei. Einiges hat sich verändert. Ich nutze tatsächlich mir bisher fremde Medien zu meinem Vorteil.


Lange habe ich mich dagegen gewehrt, hab sie abgetan und wollte mich nicht damit beschäftigen. Ich spreche z.B. von produktiven live Streams (Twitch). Es wird gemeinsam geschrieben, danach kurz geplaudert, bevor es für eine gewisse Zeit wieder an die Arbeit geht.
Mein großer Vorteil: Ich weiß, jetzt ist z.B. @erellgorh live oder die liebe @annkathrinkarschnick. Also, muss ich jetzt ran, um dabei zu sein, nicht später, denn das führt ja bekanntlich zu „gar nicht“.
So bin ich in der letzten Zeit fleißiger und schöpferischer gewesen, als in anderen freien Schreibstunden.
Seit langem schon steht der Dienstag bei mir im Zeichen des Schreibens. An diesem Tag wird nichts anderes gemacht. Also nichts mit Beratungssjob und Vertrieb, keine Treffen und nur wenig Haushalt … So die Theorie. Aber wie es nun mal mit der Theorie ist …
Doch wenn man dann zum Schreiben verabredet ist (virtuell), dann ist da jemand, der auf dich wartet und schon hat man eine Art „Verpflichtung“, einen Termin, den man einhält. Dienstagabend ist bei mir Schreibabend, seit ein paar Wochen gemeinsam mit @catlewis_writes, was wirklich motivierend und hilfreich ist.
Ja, „gemeinsam“ Schreiben ist eine tolle Sache. Aber gemeinsam ein Buch schreiben?
Nein.
Dazu bin ich nicht bereit. Ich wäre keine gute Partnerin. In dieser Sache bleibe ich eine kleine Eigenbrötlerin und dann bin ich auch gerne allein.

Autor_Innensonntag: Toxische Positivität (#onlygoodvibes)

Dicke Tropfen prasseln auf das Terrassendach. Dicke Wolken bedecken den Himmel, der gestern noch so zauberhaft strahlte. Wind reißt an den gehissten Fahnen in Nachbarsgarten und der Pool füllt sich wieder einmal von selbst auf – mit Regenwasser. Ähnlich fühlt es sich an, wenn ich mich mal wieder #onlygoodvibes

herunterziehen lasse. Vom wolkenlosen Blauen Himmel, hinab in die dunkle Tiefsee. Eigentlich will ich das nicht. Eigentlich weiß ich, dass das Leben dieser Menschen, nicht immer aus bunter Glasur besteht. Und doch muss ich zugeben, dass mich diese sogenannte toxische Positivität oft schon heruntergezogen hat. Was stimmt mit mir nicht? Warum haben alle dieses große Glück? Sie tun so viel mehr als ich dafür. Sie kämpfen wohl mehr für das, was sie wollen. Macht ich tatsächlich alles falsch? Momente, die dafür sorgen, dass ich mich nutzlos fühle – klein und mir das Gefühl vermitteln, dass ich die einzige bin, die manchmal auf der Stelle steht. Die nur langsam voran kommt. Die ihre Träume aus verschiedenen Gründen nicht oder nur langsam verwirklichen kann.
Doch muss ich auch zugeben, dass ich mit dieser toxischen Positivität nur wenig im Buchleben oder Autor_innenleben konfrontiert werde. Ist es wirklich weniger oder tangiert es mich nicht so intensiv, wie in anderen Bereichen?
Ich bin mit Autor_innen befreundet, habe gute und herzliche Kontakte zu Schreibenden. Bei manchen lese und sehe ich nur den geradlinigen, positiven Weg, doch sehr viele zeigen und berichten auch, dass das Leben als Autor_in nicht nur aus Glitzer und und Applaus besteht. Sie kommunizieren es und geben einem das Gefühl, nicht alleine zu sein. Ach, dir geht es auch so? Das hätte ich nie gedacht.
Diese #toxicpositivity, von der ich vorher nicht mal wusste, dass sie einen Namen trägt, verspüre ich eher aus einem anderen Bereich meines Lebens. Ein Bereich der mir eigentlich Spaß macht, aber … Egal wie scheiße es läuft: Lächeln & Daumen hoch! Alles ist super, alle sind auf der Zielgeraden zum großen Durchbruch. Karriere ich komme! Und ich? Ich stehe da im Regen, unter dicken, grauen Wolken, der Wind pfeift um meine Ohren und ich friere. Genau so fühlt man sich, wenn man eben nicht auf diesen Zug aufspringen kann, aufspringen will, wie auch immer.
Natürlich muss man versuchen, nach dem Positiven zu greifen. Sich motivieren lassen! Aber nicht jeder fühlt sich dadurch auch bestärkt. Wir alle dürfen auch mal jammern, gerne auch gemeinsam (gemeinsam ist man bekanntlich weniger allein) Niederlagen zugeben oder zeigen, dass man gerade einfach keine gute Zeit hat.Positivität ist überlebenswichtig, sie ist Motivation und Vorankommen.

Toxisch wird sie erst, wenn wir uns vorgaukeln lassen, dass es keine Sorgen, Nöte und Probleme gibt. Wenn die rosarote Brille nicht mehr nur ein Accessoire ist, sondern ein in Stein gemeißelter Eindruck des Lebens.

Eure Feder

Autor_innensonntag / Thema: Fortsetzungen

Beim heutigen Autorensonntag geht es um das Thema Fortsetzungen.
Die Frage: Wie kam es eigentlich zu einer Fortsetzung? Oder warum kam es nicht dazu?

Im Grunde bin ich als Leser ein großer Fan von Einzelbänden – zumindest seit ich Mama von zwei Kindern bin – und nicht mehr so zum Lesen komme, wie das vorher der Fall war. Da bin ich froh über Bücher, die mich faszinieren, aber auch ein wirkliches Ende haben und ich mich mit Freude in ein neues Abenteuer entführen lassen kann. Nicht wirklich passend dazu, lese ich gerade das Grishaverse von Leigh Bardugo, Tja, Ausnahmen bestätigen die Regeln 😉

Also Autorin ist das eigentlich genauso. Ich schreibe gerne abgeschlossene Geschichten, um mich dann mit neuen Charakteren in neue Welten zu begeben. Und doch passiert es immer mal wieder.

Nach „Dem Todesmal“ (O´Connell Press), war mir klar, dass ich eine weitere Novelle dazu schreiben musste. Schließlich war Jonathans Geschichte nicht wirklich zu Ende erzählt. So schrieb ich „Der Todesritus“ und zusammengefasst wurden beide Erzählungen dann zu „Die Hexe von Crumbach“. Einige Leser haben auch auf eine Fortsetzung von „Dastan“ gehofft, jedoch kam es nie dazu.
Mein neustes Romanmanuskript (aktuell in Überarbeitung) ist definitiv ein Einzelband. War so geplant und wird so bleiben. Nichts anderes würde hier passen. Im Gegensatz zur „Nebelkatze“ (Midibuch / Machhandelverlag). Hierzu schreibe ich gerade ein einem Prequel. Eine Veröffentlichung ist noch nicht geplant – aber wer weiß, vielleicht darf Stella ja irgendwann noch einmal loslegen.

Über ein Dilogie bin ich also noch nicht hinausgekommen – aber genauso ist es gut – so passt es zur mir.

Eure Feder

Über Schreibabende & Schreibdates

Das Alter ist schon eine seltsame Sache, ich bin 36 und manchmal ist es echt befremdlich, wenn ich mir diese Zahl so ansehe und darüber nachdenke, was schon alles hinter mir liegt. Dabei ist das alles doch noch gar nicht so lange her – oder doch?
In der Zeit vor dem #momlife, kam ich von der Arbeit nach Hause und schaltete sehr häufig direkt den Rechner an, um an meinen Geschichten zu arbeiten.

Auch an den Abenden schrieb ich sehr lange, manchmal auch bis spät in die Nacht hinein. Natürlich wenn kein Konzert oder Kinobesuch anstand: Ja, damals waren diese Freizeitaktivitäten noch möglich … 😉 Jetzt, da ich endlich einen eigenen Raum für meine Ideen habe, bleibt mir nicht genug Zeit und sehr oft auch nicht die Energie. Die wird nämlich seit Jahren von zwei kleinen liebenswerten Rebellen geraubt. Und dank Corona auch noch den ganzen Tag über! Aktuell gibt es wieder mehr Luft für die Mutti, da (oh Wunder!) Schule & Kita »normal« am Laufen sind. So kann ich mir die Schreibzeit am Vormittag besser einplanen. Oder man plant sie gemeinsam für den Abend. So wie gestern z.B. Eine virtuelle Verabredung mit einer befreundeten Autorin kann Wunder bewirken. Gemeinsam ist vieles einfacher. Gegenseitiges Motivieren ist großartig, obwohl man dann doch alleine schreibt. Aber man weiß, da ist noch jemand, der genau wie du am Skript hängt und mal wieder überlegt, wie das »Problemwort« denn nun geschrieben wird. Bei mir ist es das Wort »Jagd« (Jagt, Jagdt, Immer wieder zum Haareraufen) Habt ihr auch diese persönlichen Problem- bzw. Hasswörter? Ja? Schreibt sie mir doch in die Kommentare.

Zurück zum gestrigen Abend:
Mein Mann hatte die Kinder übernommen und ich konnte mich so völlig auf meine Projekte konzentrieren.
Ich startete mit einer Szene für »Blutkatze« in der (wer die Nebelkatze kennt) zwei bekannte Figuren das erste Mal aufeinandertreffen bzw. sich gezwungener Maßen näher kommen. Nachdem ich das sehr zufriedenstellend abgehakt hatte, war die Motivation noch so groß, dass ich mich noch an die weitere Überarbeitung Azurums machte. Das zwischenzeitliche chatten mit Cat Lewis hat natürlich positiv dazu beigetragen, dass ich sehr gut vorangekommen bin.
Ich denke, dass diese produktiven Schreibdates in der nächsten Zeit öfter vorkommen. Kann das auch anderen Schreibenden ans Herz legen. Verabredet euch. Schreibt – quatscht darüber – schreibt – quatscht darüber. Schöne Sache.

Es ist jetzt 15:43 Uhr. Aktuell sitze ich auf der Terrasse, genieße eine Tasse Kaffee und überarbeite noch ein paar Seiten vom Blau.
Danach stehen die Kinder wieder an erster Stelle und heute Abend muss ja noch das Runde ins Eckige 😉

Machts gut!
Eure Feder.


Federspuren-Link-Tipp: http://www.cat-lewis.de

Immer wieder sonntags …

Ob es meine Arbeit als Autorin verändert hat? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich kann es nicht genau sagen. Eins steht aber fest: Durch Corona musste ich mich neu orientieren.

Mein Sohn wurde letztes Jahr eingeschult, das Töchterchen kam in den Kindergarten, aber wie wir alle wissen, waren diese Betreuungen bzw. schulischen Einrichtungen verdammt oft geschlossen oder nur auf Sparmodus geschaltet. Der eigentliche „Plan“ bezüglich Brotjob wurde somit über den Haufen geworfen. Ich orientiere mich also um und malte es mir viel zu positiv aus: Ein wenig Geld verdienen von zu Hause aus bzw. wenn der Mann die Kinder betreuen kann und in der restlichen Zeit wird geschrieben.

Doch plötzlich wurden meine Tage vom Homeschooling und Kleinkindbetreuung geprägt und die restliche Zeit ging für den Haushalt, das Kochen, Bespaßung  usw. drauf. Zeit zum Schreiben war da nicht wirklich. Wer denkt, ich hätte mich dann am Abend in mein Schreibzimmer verzogen – ähm nee! Entweder nutzte ich diese Zeit für mein neues Beraterdasein oder ich hing völlig K.O. in meinem Sessel und war für nichts mehr zu gebrauchen. Und immer wenn da dieser Lichtblick war: Yes, ab Montag darf sie wieder in die Kita und er wieder in die Schule, war es nach kürzester Zeit wieder vorbei und die neuen Planungen wieder mal a. A. Ob es meine Arbeit als Autorin verändert hat? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich kann es nicht genau sagen. Eins steht aber fest: Durch Corona musste ich mich neu orientieren.

Mein Sohn wurde letztes Jahr eingeschult, das Töchterchen kam in den Kindergarten, aber wie wir alle wissen, waren diese Betreuungen bzw. schulischen Einrichtungen verdammt oft geschlossen oder nur auf Sparmodus geschaltet. Der eigentliche „Plan“ bezüglich Brotjob wurde somit über den Haufen geworfen. Ich orientiere mich also um und malte es mir viel zu positiv aus: Ein wenig Geld verdienen von zu Hause aus bzw. wenn der Mann die Kinder betreuen kann und in der restlichen Zeit wird geschrieben. Doch plötzlich wurden meine Tage vom Homeschooling und Kleinkindbetreuung geprägt und die restliche Zeit ging für den Haushalt, das Kochen, Bespaßung  usw. drauf. Zeit zum Schreiben war da nicht wirklich. Wer denkt, ich hätte mich dann am Abend in mein Schreibzimmer verzogen – ähm nee! Entweder nutzte ich diese Zeit für mein neues Beraterdasein oder ich hing völlig K.O. in meinem Sessel und war für nichts mehr zu gebrauchen. Und immer wenn da dieser Lichtblick war: Yes, ab Montag darf sie wieder in die Kita und er wieder in die Schule, war es nach kürzester Zeit wieder vorbei und die neuen Planungen wieder mal a. A.

Längst wollte ich mit Azurum fertig sein. Die Überarbeitung beendet haben.
Hinzu kamen Ablehnungen. Die eine große Ablehnung (coronabedingt) und Ablehnungen für eingereichte Kurzgeschichten zu Ausschreibungen, die ich geschrieben hatte, um irgendwie wieder Anschluss zu finden, aber genau da lag der Fehler. Ich schrieb, weil ich dachte, dass ich es muss. Da kamen Zweifel am Können auf, am Autorinnendasein überhaupt …

In den letzten Jahren, war ich wenig auf Messen oder Conventions. Als Mama von zwei kleinen Kids fällt mir das schwer. Doch der Buchmesseconvent in Dreieich – mein BuCon – war immer ein Muss für mich. Ein Wohlfühlort. Befreundete Autor_innen treffen und herzen.  Diese tollen motivierenden Gespräche, die Chancen, diese gemeinsamen Geschichten, dieser Zusammenhalt. Das Plaudern mit Verleger_innen. Ja, er fehlt mir. Und doch gibt es da ein paar Menschen, mit denen ich auch trotz fehlenden Messen, trotz großer Entfernung in Verbindung bleibe. Bei manchen ist diese Verbindung in der Zeit von Corona größer geworden. Ich denke ihr Lieben, ihr fühlt euch jetzt angesprochen ❤

Tja und dann …

Hatte ich ja nichts mehr zu verlieren und fasste Mut. Eine einzige Frage, eine Mail mit Anhang, kurze Zeit später eine völlig unerwartete Antwort und die grauen Wolken lichteten sich.

Und dann noch diese lieben Menschen, diese Chancengeber und die, die mehr in mir sehen, als ich selbst …

Ob das ohne Pandemie so gekommen wäre? Keine Ahnung. Es ist mir auch egal. Eine neue Schreibzeit ist eröffnet.

Eure Feder